Die nächste Generation

"Das Pferd ist und bleibt ein herrlicher Erzieher des Menschen. Wer sich mit ihm abgibt und von ihm nicht nur geduldet, sondern geliebt wird, der muss anständig sein bis in die Knochen."
Clemens Laar "Meines Vaters Pferde"

Die Anja Beran Stiftung sieht eine ihrer wichtigsten Aufgaben darin, begabte Eleven so auszubilden und zu fördern, dass sie die klassische Reitkunst in die Welt hinaustragen und eines Tages selbst zu Mentoren begabter Nachwuchsreiter werden können. Dazu wird die Stiftung mittelfristig Stipendien vergeben, die Eleven eine mindestens sechsjährige Ausbildung ermöglichen.

Unsere Ansprüche an junge Eleven

In der Pferdezucht gibt es einen Grundsatz: „Züchter müssen in Generationen denken“. Dasselbe gilt auch für Reiter. Die klassische Reitkunst kann nur erhalten und weitergegeben werden, wenn immer wieder junge Ausbilder nachwachsen, die sie glaubwürdig und nachhaltig vertreten.
Diese Ausbilder zu schulen und sie auf ihrem Weg vom Eleven zum Meister formend zu begleiten, ist eine der Hauptaufgaben der Anja Beran Stiftung.
Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst, denn in der Ausbildung derer, die nach uns kommen, liegt die Zukunft. Und weil es die Eleven sind, von denen wir hoffen, dass sie die Fackel weitertragen, sind unsere Ansprüche an sie sehr hoch.
Ein Wort, das heute als sehr altmodisch gesehen wird, steht dabei am Anfang: Demut – Demut vor der Kreatur und der Schöpfung und aus ihr heraus die Bereitschaft, zu dienen, ist die wohl wichtigste Voraussetzung dafür, die klassische Reitkunst nicht nur als „Technik“ zu erlernen, sondern als Philosophie zu verinnerlichen. Aus der Demut, dem sich selbst nicht so wichtig nehmen, der Fähigkeit und der Bereitschaft, sich für das Wohl der Pferde zurück zu nehmen, erwächst der Respekt, der unseren Umgang nicht nur mit unseren vierbeinigen, sondern auch den zweibeinigen Partnern prägt.
Wer glaubt, schon alles zu wissen und zu können und nur noch ein bisschen „Politur“ zu brauchen, ist bei uns falsch. Die Brillanz, die wir unseren Eleven auf ihrem Weg mitgeben wollen, basiert nicht auf oberflächlicher Politur, sondern aus einer Gesamtkompetenz, die über das Reiterliche hinausgeht. Diese setzt auf eine Autorität, die aus Kompetenz entspringt und auf das „nichts verlangen, was man nicht selbst kann und zu geben bereit ist“.
Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn Sie von sich glauben, dass Sie diese Demut mitbringen; wenn Sie zu einem respektvollen Umgang mit Menschen und Tieren bereit sind; wenn „Manieren“ für Sie nichts Überkommenes, sondern Basis des täglichen Umgangs miteinander sind; wenn Sie fleißig, diszipliniert, geduldig und bereit zu lernen sind, möchten wir Sie gerne kennen lernen. Was Sie dann erwartet, ist eine Ausbildung, die über das Reiterliche hinausgeht. Die Ausbilder, die wir in die Welt entlassen, sollten nämlich nicht nur fähig sein, Pferde und Reiter weiter zu bringen, sondern außerdem Vorbild sein. Und dazu gehört für uns zum Beispiel auch, dass sie fähig sind, sich in mindestens einer, am besten sogar zwei Fremdsprachen, auszudrücken; dass sie keine Subspezialisten in Sachen Pferd sind und die klassische Reitkunst nicht nur im Stall, sondern auch in Gesellschaft repräsentieren können.
Auf der Grabtafel Darius des Großen stand – und man sagt, er habe es selbst diktiert: „Es ist meine Art, dass ich das Rechte liebe und das Böse hasse. Ich bin nicht zornmütig, und meine Leidenschaften halte ich streng im Zaum. Ich bin ein echter Reiter …“
Wir wollen echte Reiter formen und ihnen auf ihren Weg helfen. Wenn Sie diesen Weg gehen wollen, schreiben Sie uns.

 

 

Anja Beran-Stiftung · Ruderatsried 7 · 87651 Bidingen · Tel. 08348-976-230 · anjaberan@gmx.net